Rundwanderung von Tschinglen via Gandstock - Mittaghorn - Martinsmadhütte nach Elm Töniberg


Rundwanderung

23. Juni 2019



Inhalt

  1. Allgemeine Informationen
  2. Anfahrt
  3. Beschrieb Wanderung
  4. Ausrüstung
  5. Empfehlungen
  6. Fazit

Allgemeine Informationen

Tourdaten

Total Distanz: ~ 9,7 km

Total Aufstieg: ~ 970 m

Total Abstieg: ~ 1420 m

Reine Marschzeit: ~ 5:30 Std.

Höchster Punkt: Mittaghorn (2415 m.ü.M)

Tiefster Punkt: Elm Töniberg (1037 m.ü.M)

Schwierigkeitsstufe Wanderung: T3 / T4


Zusatzinfo

Pro / Specials:

  • Tolle Blicke auf eindrucksvolle Gebirgsformationen und Schlucht (Tektonikarena Sardona)
  • Viele Bäche und Wasserfälle
  • Martinsloch

Contra:

  • Strommasten

Karte mit GPS-Track (hinterlegt)

Höhenprofil Wanderung


Ich habe unseren gewanderten GPS-Track auf Google Maps hochgeladen. Wenn du auf den oben dargestellten Kartenausschnitt  klickst, wirst du direkt auf Google weitergeleitet, kannst dort links oben die drei Punkte anklicken und dann unsere Tracks unter "KML herunterladen" downloaden.

Anfahrt

 

Die Anfahrt mit dem ÖV erfolgt mit dem Bus Nr. 541 ab Schwanden Bahnhof bis Elm Station. Von dort aus sind es bis zur Tschinglenbahn ca. 20 Minuten Fussmatsch (Talstation Elm Töniberg). Mit der Tschinglen-Luftseilbahn (4er Kabine) fährt man dann von Töniberg über die Tschinglenschlucht bis zur Bergstation Elm Tschinglen.

 

Wanderung

Von Tschinglen via Gandstock aufs Mittaghorn

In Elm Tschinglen angekommen offenbart sich einem bereits den ersten Blick auf das berühmte Martinsloch. Das Martinsloch ist ein Felsenfenster, durch welches jeweils im Frühling und im Herbst die Sonne kurz vor ihrem Aufgang direkt auf den Kirchturm von Elm scheint. Von Tschinglen hat man die Möglichkeit zu den Tschinglenhörnern hochzuwandern, worin sich auch das Martinsloch befindet. Unsere Wanderung ging jedoch in die entgegengesetzte Richtung, zum Mittagshorn.

Von der Bergstation der Tschinglenbahn geht es zuerst runter durch das kleine Bergdorf Nideren und danach über die zwei Bäche Biflenbach und Tschinglenbach. Nach dem Tschinglenbach wird der Weg steiler und führt zuerst durch Wald (bis Stellihorn) und anschliessend über Weiden auf den Firstboden. Beim Aufstieg hat man immer wieder einen tollen Blick auf das Martinsloch sowie die etlichen Wasserfälle des Tschinglenbachs.

Ab Firstboden geht es nun zuerst langsam und dann immer stärker steigend den Bergrücken hoch auf den Gandstock (2097 M.ü.M.). Es gibt mehrere Stellen, welche etwas ausgesetzt oder steil und steinig sind. Diese Stellen sind jedoch alle gut mit Drahtseilen oder Stahldornen gesichert und man hat immer die Möglichkeit sich gut festzuhalten.

Vom Gandstock geht es dann weiter entlang dem Grat bis auf das Mittaghorn. Das letzte Stück bis auf das Mittaghorn ist sehr felsig und man benötigt immer wieder die Hände um weiterzukommen (T4). Aber auch dieses Stück ist gut machbar und gut gesichert. Auf dem Mittaghorn angekommen hat man eine schöne Sicht einerseits ins Sernftal und andererseits auf die umliegenden Berge, wie Zwölfihorn, Gletscherhorn sowie die Tschingelhörner mit dem Martinsloch.

 

Vom Mittaghorn via Martinsmadhütte nach Elm Töniberg

Vom Mittaghorn geht es dann relativ steil runter über grosse Schiefersteinfelder in Richtung Martinsmadhütte. Zum Zeitpunkt unserer Wanderung hatte es auf diesem Hang noch Schneefelder und so sind wir eher den Hang heruntergeschlittert als heruntergelaufen (nicht ganz ohne Blessuren. Autsch, Bluterguss am Po ;P). Von der Matinsmadhütte geht es dann (nach einem kühlen Bier) weiter runter. Das erste Stück nach der Hütte ist ziemlich steil, aber auch hier wieder gut mit Stahlketten gesichert. Unten an diesem Steilstück angekommen hat man einen tollen Blick auf die drei Wasserfälle des Tschinglenbachs direkt hinter der Martinsmadhütte. Nun geht der Weg weniger steil weiter durch das Tschinglental entlang dem Tschinglenbach und vorbei an diversen Wasserfällen. Von hier sieht man schön auf den Gandstock und das Mittaghorn und somit auf den Weg, welchen man ein paar Stunden zuvor zurückgelegt hat.

In Tschinglen angekommen kann man entweder wieder auf die Luftseilbahn oder zu Fuss nach Elm Töniberg. Wir haben uns für die "zu Fuss"-Variante entschieden und es keineswegs bereut. Der Weg führt entlang der wildromantischen Tschinglenschlucht mit ihren eindrücklichen Gebirgsfalten.

 

Ausrüstung

 

Für die Tour kannst du die übliche Ausrüstung für Wandertouren mitnehmen. Wenn du nicht sicher bist, was du alles einpacken solltest, kannst du hier nachschauen.

 

Für Wanderungen im alpinen Bereich empfehle ich feste (und wenn möglich wasserdichte) Wanderschuhe sowie Wanderstöcke (jedoch nur bis T3. Im Bereich T4 benötigt man auch die Hände zum Weiterkommen). Zudem lohnt es sich auf dieser Wanderung einen Feldstecher dabei zuhaben, da man mit etwas Glück Gämse und Murmeltiere beobachten kann.

 

Empfehlungen zur Tour

 

Wann würde ich die Wanderung nicht unbedingt empfehlen:

  • Bei Regen oder Schnee, da man sich auf dieser Wanderung im Bereich T4 mit einigen ausgesetzten und steilen Passagen befindet, welche vor allem bei feuchter Witterung gefährlich sein können.
  • Wenn man keine Wandererfahrung hat, da man für diese Wanderung gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit benötigt.

Fazit

 

Eine tolle, hisichtlich der Länge, Technik und Kondition mittel anspruchsvolle Wanderung in alpinem Gelände (Wanderweg weiss-blau-weiss, Skala T4). Die T4 Passagen sind durch Drahtseile, Ketten und Metalldorne sehr gut gesichert. Das Gebiet gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe Tektonikarena Sardona, einer rund 300 m2 grossen monumentalen Gebirgslandschaft, welche sich über die Kantone Glarus, Graubünden und St. Gallen erstreckt und wohl so einigen Wanderern das Herz aufgehen lässt.

Was mir bei der Wanderung besonders gut gefallen hat sind, neben den eindrucksvollen Gebirgsformationen, die vielen Bäche und Wasserfälle, welche man auf der Wanderung antrifft. Weniger gut haben mir die Hochspannungsleitungen gefallen, welche sich quer über das Gebiet erstrecken. Aber irgendwoher muss der Strom kommen...

Was mir auch gut gefallen hat, ist der Abstieg von Tschinglen nach Töniberg durch die eindrucksvolle Tschinglenschlucht. Wer also noch genügend Energie übrig hat, sollte den Abstieg der Gondelfahrt vorziehen.


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