Rundwanderug von Stäfeli via Mittaggüpfi - Stäfeliflue - Blaue Tosse - Risetestock


Rundwanderung

31. Mai 2020



Inhalt

  1. Allgemeine Informationen
  2. Anfahrt
  3. Beschrieb Wanderung
  4. Ausrüstung
  5. Empfehlungen
  6. Fazit und Alternativen (Tourenvarianten)

Allgemeine Informationen

Tourdaten

Total Distanz: ~ 10 km

Total Aufstieg: ~ 925 m

Total Abstieg: ~ 925 m

Reine Marschzeit: ~ 4:15 Std.

Höchster Punkt: Stäfeliflue (1921 m.ü.M)

Tiefster Punkt: Stäfeli (1305 m.ü.M)

Schwierigkeitsstufe Wanderung: T3


Zusatzinfo

Pro / Specials:

  • Tolle Aussicht in Flachland und in die Alpen
  • Abwechslungsreiche Landschaft
  • Gratwanderung

Contra:

  • Irreführende Wanderwegweiser

Karte mit GPS-Track (hinterlegt)

Höhenprofil Wanderung


Ich habe unseren gewanderten GPS-Track auf Google Maps hochgeladen. Wenn du auf den oben dargestellten Kartenausschnitt  klickst, wirst du direkt auf Google weitergeleitet, kannst dort links oben die drei Punkte anklicken und dann unsere Tracks unter "KML herunterladen" downloaden.

Anfahrt

 

Die Anfahrt bis nach Stäfeli ist nur mit dem Auto möglich. Auf der Autobahn bis Malters, dann weiter nach Schwarzenberg LU und dort beim Hof Mattweid abbiegen in Richtung Stäfeli. Nach Unterstäfeli links auf den Schotterweg abbiegen, im Wald gibt es einen kleinen Parkplatz.

 

Eine Variante der Wanderung mit Anfahrt mit dem öffentlichen Verkehr ab Gfellen findet ihr unter "Fazit und Alternativen".

Wanderung

Von Stäfeli via Mittaggüpfi und Tripolihütte auf die Stäfeliflue

Vom Parkplatz in Stäfeli geht es zuerst auf einem breiten Schotterweg (gelber Wanderweg) durch den Wald bis zum Wegweiser. Dann biegt man rechts auf den schmalen Wanderweg (weiss-rot-weiss) in Richtung Mittaggüpfi ab. Es geht nun im Zickzack zuerst durch den Wald und dann vorbei an Gebüsch und Gestein relativ steil hoch immer weiter zur näherkommenden imposanten Felswand. Dann führt der Wanderweg links unterhalb der Felswand vorbei, hier gibt es ein paar Stellen, welche mit Stahlketten gesichert sind, und dann weiter auf einen schönen Aussichtspunkt, welcher einem eine erste tolle Sicht ins Mittelland und links auf die Stäfeliflue offenbart. Dann geht es weiter hoch, jetzt hat man bereits das Gipfelkreuz vom Mittaggüpfi im Blick. Kurze Zeit später ist man auch schon auf dem Mittaggüpfi und kann die tolle Sicht auf den Pilatus und den dahinter hervorkommenden Vierwaldstättersee geniessen.

Nun geht es weiter zuerst dem Grat entlang und dann entlang der Südflanke des Wängegrats, stets gut gesichert mit Metallketten, rund 200 Meter runter zur Tripolihütte. Wer möchte kann sich dort verpflegen. Die Tripolihütte ist jeweils sonntags von Mitte Mai bis Ende Oktober bewartet.

Wir wandern weiter entlang dem Grat, auch hier gibt es immer wieder ein paar exponierte Stellen, welche aber allesamt sehr gut gesichert sind mit Stahldornen oder -ketten.  Es geht wieder rund 200 Meter hoch bis zur Stäfeliflue - ohne Gipfelkreuz, aber dafür mit Notfalltelefon (nicht besonders schön, aber durchaus nützlich). Auf der Säfeliflue haben wir unser verdientes Mittagessen und die fantastische Aussicht genossen. In Richtung Norden sieht man wunderbar ins Flachland mit dem Sempachersee und bis in die Jurakette. In Richtung Süden sieht man in die schneebedeckten Alpen mit dem Titlis und der Jungfraukette. In Richtung Osten sieht man den bereits zurückgelegten Weg mit dem Mittaggüpfi sowie den Pilatus und in Richtung Osten den noch vor einem liegenden Weg mit der Blauen Tosse.

 

Von der Stäfeliflue via Blaue Tosse und Risetestock nach Stäfeli

Nach dem Lunch geht es weiter in Richtung Blaue Tosse / Risetestock.

Der Wegweiser hier ist etwas irreführend. Auf dem Wegweiser ist die Blaue Tosse nicht angegeben, jedoch der Risetestock mit 20 Minuten. Das ist jedoch nicht ganz korrekt, denn man hat ca. 20 Minuten auf die Blaue Tosse und dann weitere 10 Minuten bis zum Risetestock.

Wie auch immer, der Wanderweg führt nun langsam fallend dem Grat entlang bis zur Blauen Tosse. An der Weggabelung hat es wieder einen Wanderwegweiser, welcher besagt, dass man sich nun auf dem Risetenstock auf 1800 m befindet, was jedoch nicht korrekt ist. Beim Wegweiser geht es noch ein paar Meter hoch auf die Blaue Tosse mit dem Gipfelkreuz. Danach geht es wieder runter und weiter westwärts auf dem Risetestock (Sackgasse). Wenn man zurückschaut sieht man das mächtige Massiv der Blauen Tosse, welche ihren Namen höchstwahrscheinlich von der blauen Färbung des Gesteines hat.

Vom Risetestock geht es dann ein Stück zurück auf dem gleichen Weg wie man hochgekommen ist, und dann bei der Weggabelung links runter vorbei unterhalb der imposanten Blauen Tosse, auf die Riseteflue. Hier gibt es eine steilere Stelle, wo man kurz die Hände benötigt um runterzuklettern. Die Stelle ist aber gut gesichert und problemlos zu überwinden. Dann traversiert man alles entlang dem Fusse des Risetestocks, zuerst in westliche Richtung und dann gibt es eine Spitzkehre und es geht wieder weiter in östliche Richtung bis zum Wegweiser. Da wir auf dem weiss-rot-weissen Wanderweg bleiben wollen, nehmen wir den Weg Richtung Kanapee/Stäfeliflue, welcher nochmals rund 100 m hoch führt. Wer keinen Anstieg mehr möchte, kann Richtung Risete/Gfelle und kommt dann auf den Schotterweg (gelber Wanderweg). Beide Wege führen zurück zum Stäfeli (diese Information wäre auf dem Wegweiser noch hilfreich gewesen).

Wie gesagt, haben wir uns für den oberen Weg entschieden. Es geht also weiter auf einem schmalen Wanderweg durch Wald und über Geröllfelder bis zum nächsten Wegweiser. Hier geht es weiter geradeaus in Richtung Stäfeli. Beim nächsten Wegweiser zweigt der Weg nun links ab und führt direkt runter nach Stäfeli.

 

Ausrüstung

 

Für die Tour kannst du die übliche Ausrüstung für Wandertouren mitnehmen. Wenn du nicht sicher bist, was du alles einpacken solltest, kannst du hier nachschauen.

 
Speziell würde ich dir für diese Wanderung ein Fernglas (Sicht in die Alpen, Ausschau nach Tieren), Wanderstöcke (da teilweise steil), Wanderschuhe und ausreichend Verpflegung empfehlen.

Empfehlungen

 

Wann würde ich die Wanderung nicht unbedingt empfehlen:

  • Bei Regen oder Schnee, da man sich auf dieser Wanderung auf einigen ausgesetzten und steilen Passagen befindet, welche vor allem bei feuchter Witterung gefährlich sein können.
  • Wenn man keine Wandererfahrung hat, da man für diese Wanderung gute Trittsicherheit benötigt.

Fazit und Alternativen

 

Eine tolle, hinsichtlich Länge, Technik und Kondition mittelmässig anspruchsvolle Wanderung mit ein paar exponierten Passagen, welche durch Drahtseile, Ketten und Metalldorne sehr gut gesichert sind. Die Wanderung ist sehr abwechslungsreich, landschaftlich wunderschön  und mit einer fantastischen Rundumsicht in die Alpen und ins Flachland.

 

Was mich an der Wanderung etwas gestört hat, sind die teilweise verwirrenden Wegweiser, mit falschen oder fehlenden Angaben. In der Schweiz bin ich mir ansonsten sehr gute und korrekte Wegweiser gewohnt. Aber mit meiner Wanderkarte und dem Navi komme ich immer ans Ziel ;)

 

Alternativen:

Wer eine kürzere Wanderung bevorzugt, kann nach der Stäfeliflue direkt in Richtung Stäfeli absteigen. Somit kann man den "Umweg" über die Blaue Tosse und den Risetenstock auslassen. Wäre jedoch Schade... :)

 

Wer mit dem ÖV anreist, hat die Möglichkeit die Rundwanderung von Gfellen aus zu starten. Dafür kann man von Entlebuch aus das Postauto Nr. 232 bis nach Gfellen nehmen. Von dort aus geht es dann dem gelben Wanderweg entlang durch Vodergfellen, via Riseten nach Stäfeli. Dann die Wanderung, wie oben beschrieben, via Mittaggüpfi, Stäfeliflue, Blaue Tosse und von dort aus den Abstieg via Älpeli und Mittlisthütten nach Gfellen. Die Wanderung würde dann rund 2 Stunden länger dauern, als oben angegeben.

Und denk immer daran:

Bewege dich stets bewusst und respektvoll in der Natur und schütze die Flora und Fauna.

Mehr dazu findest du hier.


Kommentare: 0