Von Turbach via Giferspitz nach Wasserngrat


Wanderung

26. August 2018



Allgemeine Informationen

Total Distanz: ~ 10,5 km

Total Aufstieg: ~ 1500 m

Total Abstieg: ~ 900 m

Reine Marschzeit: ~ 5 Std.

 

Höchster Punkt: Giferspitz (2541 m.ü.M)

Tiefster Punkt: Turbach (1330 m.ü.M)

Schwierigkeitsstufe Wanderung: T3 bis T4


Karte mit GPS-Track (hinterlegt)

Höhenprofil Wanderung


Ich habe unseren gewanderten GPS-Track auf Google Maps hochgeladen. Wenn du auf den oben dargestellten Kartenausschnitt  klickst, wirst du direkt auf Google weitergeleitet, kannst dort links oben die drei Punkte anklicken und dann unsere Tracks unter "KML herunterladen" downloaden.

Anfahrt

 

Die Anfahrt erfolgt ab Gstaad mit dem Bus Nr. 182 bis nach Turbach Post (1330 m.ü.M).

Wanderung

Von Turbach bis auf den Giferspitz

An dieser Wanderung hat mir bereits der "Einstieg" gut gefallen, da man nicht - wie bei vielen anderen Wanderungen - noch über geteerte Strassen oder breite Splittwege gehen muss, sondern direkt auf einem schmalen Wanderweg beginnen kann. Bei der Busstation Turbach Post (1330 m.ü.M) biegt man gleich rechts in einen schmalen Weg über eine Wiese runter zum Turpachbach. Dort überquert man eine kleine Brücke und schon ist man auf dem Bergwanderweg, welcher ziemlich steil zuerst durch den Wald und dann über Wiesen führt. Ab dem Gigerhüttli (1940 m.ü.M) wird der Weg noch etwas steiler und führt durch eine felsige, aber durchaus ansprechende Landschaft. Bis zum Giferspitz gibt es einige T4 Passagen sowie Stellen, welche über glatte Felsplatten führen. Während des Aufstieges sieht man rechts ins Berzgummloch mit etwaigen Schneefeldern und links auf den Steinenberg. Auf dem Giferspitz (2485 m.ü.M.) angekommen geht es dann noch weitere 60 Meter hoch zum Spitz-Spitz auf 2541 m.ü.M. Bei schönem Wetter hat man dort einen fantastischen Rundumblick auf die Alpen. Wer mag kann sich auch im Gipfelbuch verewigen.

 

Vom Giferspitz via Lauenenhorn nach Wasserngrat

Nach dem Z‘mittag auf dem Spitz sind wir wieder zurück zum Wegweiser und dort dann in Richtung Lauenenhorn (Louwenehore). Der Weg dorthin führt über graue Steinflächen, grüne Wiese und durch blaue Blumenfelder. Auf dem Lauenenhorn (2477 m.ü.M.) angekommen, hat man nochmals einen tollen Blick auf die schneebedeckten Alpen. Ab dem Horn folgt dann ein sehr steiler Abstieg (rund 340 Höhemeter auf 800 Meter Distanz) bis zur Wegkreuzung Richtung Trütlisberg. Auf diesem Abstieg empfehlen sich Wanderstöcke, da es neben dem Überwinden von sehr steilen Passagen auch rutschig sein kann. Vom Trütlisberg geht es relativ flach weiter bis zum Turnelssattel (2086 m.ü.M), wo man entweder links nach Launen absteigen kann, rechts nach Scheidbach, oder weiter in Richtung Wasserngrat. Wir haben uns für den Wasserngrat entschieden und so geht es nach dem Abstieg auch schon wieder 120 Meter hoch auf die Wandeliflue (2202 m.ü.m). Von dort hat man einen tollen Blick auf die bereits bestiegenen Berge Giferspitz und Lauenenhorn. Danach folgt der Weg dem Grat und geht dann links dem Kamm entlang via einem schönen Höhenwanderweg runter zur Sesselbahn Wasserngrat (1935 m.ü.M), welche übrigens nur bis um 16.30 Uhr verkehrt. Wer später kommt, darf spazieren :)

 

Ausrüstung

 

Für die Wanderung kannst du die normale Wanderausrüstung für Eintagestouren mitnehmen. Wenn du nicht sicher bist, was du alles einpacken solltest, kannst du hier nachschauen.

 

Speziell würde ich dir für diese Wanderung ein Fernglas (Sicht in die Alpen, Ausschau nach Tieren), Wanderstöcke (da teilweise sehr steil) und warme Kleidung (da auf dem Giferspitz sehr kühl sein kann) empfehlen.

Empfehlungen zur Wanderung

 

Wann würde ich die Wanderung nicht unbedingt empfehlen:

  • Bei Regen, da sich gewisse Teilstrecken in sehr feligem Gebiet befinden und somit Ruschtgefahr besteht.
  • Wenn man keine Wandererfahrung hat, da gewisse Stellen mit der Wanderskala T4 zu bewerten sind. Das heisst, man sollte sich in exponiertem Gelände auskennen und an gewissen Stellen braucht es die Hände um weiterzukommen.

Fazit und Alternativen

 

Die Wanderung ist wunderschön, doch sie hat es in sich. Nach dem Lauenenhorn denkt man: "Puh, geschafft, jetzt wird es gemütlicher." Fehlanzeige! Denn nach einem happigen Abstieg geht es erneut hoch auf die Wandeliflue. Der Aufstieg ist nicht besonders hoch, jedoch nach der bereits geleisteten Wanderung auch nicht gerade ein Zuckerschlecken. Wenigstens wird man oben erneut mit einer fantastischen Aussicht belohnt. Wenn man auf den letzten Aufstieg verzichten möchte, hat man auch die Möglichkeit zum Abstieg nach Lauenen oder nach Scheidbach.

Alles in allem eine tolle Wanderung, welche einem zwar den Puls hochtreibt, einen jedoch - durch die tollen Rundumblicken in die Alpen - die Anstrengung auch schnell wieder vergessen lässt.

 

 


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